Etappe 17 – Estella – Los Arcos (22,8 Km / 324,7 Km)

Etappe 17 – Estella – Los Arcos (22,8 Km / 324,7 Km)

Sonnig, wolkenlos, 14°

Morgens früh raus aus der Pension. Es gab eh kein Frühstück, dass musste ich mir unterwegs organisieren. Die Pension lag etwas weit entfernt vom Jakobsweg und so bin ich einfach den gekommen Weg zurück gelaufen. Irgendwann habe ich abgekürzt, was aber sooo richtig auch nicht war. Trotzdem kam ich an einem Laden vorbei , wo ich einen doppelten Milchkaffee bekam plus eines Bocadillios. Und kurz darauf war ich auf dem Jakobsweg.

Der führte mich schnurstracks nach Irache, einem Weingut. Das ist bekannt dafür, an die Pilger neben dem arg benötigten Wasser auch einen Rotwein auszuschenken. Als ich dort ankam, war schon leichtes Gedränge. Aber ich bin geduldig und kam auch an die Reihe. Vorhandene Wasserflasche entleert und erst mal nur einen Schluck zum probieren abgefüllt. Gott sei Dank. In dem Moment (morgens kurz nach 8) ein Geschmack, wie der billigste Aldi-Wein nicht schmeckt.

Die Gegend gab nicht viel her. Das übliche auf und ab. Allerdings war das jetzt der zweite Tag mit viel warm. Die Temperatur stieg schnell auf über 25°.

Für die letzten 12 Km empfahl der Pilgerführer, sich mit genug Wasser einzudecken, da es auf der Strecke keine Zapfstelle mehr gibt. Gesagt, getan. Und dann durchgelaufen. Denn eine schattige Stelle gab es auch nicht.

Ich bin immer wieder überrascht, wie man sich an das laufen gewöhnen kann. Damit meine ich mich. Waren es früher kleine Spaziergänge, wurden es in Vorbereitung auf die Tour auch schon mal 10 – 12 Km. Heute laufe ich Strecken von über 30 Km täglich mit einem 12 kg schweren Rucksack auf dem Rücken.

Die erste Herberge in Los Arcos war schon ausgebucht, also dann zur nächsten. Hier kam ich als 5. an und wurde sehr herzlich begrüßt. Wie immer nach so einem Tag sehnte ich mich nach einer Dusche. Und dann musste auch die verschwitzte Wäsche gewaschen werden. Morgen musste sie wieder trocken sein.

Zum Schluss habe ich entdeckt, dass es in der Herberge bayerisches Hefeweizen gab. Sogar aus der Flasche. Davon gehörte gleich eins mir. Lecker!

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