Etappe 14 – Foz de Lumbier – Monreal (18,5 Km – 247,7 Km)

Etappe 14 – Foz de Lumbier – Monreal (18,5 Km – 247,7 Km)

Det Umweg durch die Geierschlucht hat mich etwas von der Hauptrichtung weg gebracht und ich musste nun zurück zum Hauptweg.

Offenbar wird dieser Weg nicht oft genutzt, denn er war schmal und teilweise mit Gräsern überwuchert, sodass er oft nicht richtig zu erkennen war. Was aber alle dieser Pilgerwege gemeinsam haben, ist dieses ständige auf und ab. Aber man gewöhnt sich dran.

Auch an die Einsankeit. Auf meinen bisher 10 Tagen auf dem Aragones ist mir nur ein Pilger begegnet, der die gleiche Richtung hatte wie ich: Leo aus Italien.

So auch auf diesem Teilstück nach Monreal. Ich war total alleine. Man lief über schmale Pfade und ausgebaute Wirtschaftszweige. Ich sah frisch beackerte Äcker, gemähte Wiesen und schlimm anzusehende Wunden in den Bergen. Dort wurde dann Steinbruch betrieben.

Schön aber auch, wenn man plötzlich vom Geläut von Kuhglocken überrascht wird. Mal hört man sie näher, mal weiter entfernt. Aber plötzlich tut sich eine Wiese auf und man sieht eine gemischte Herde von Kühen und Ziegen. Nur begrenzt von den Natürlichkeiten wie Gräben oder Hecken.

Mein Weg lief durch Täler und über Hügel, berührte kleine Dorfschaften und plötzlich war man in Monreal in der Herberge. Dort war das Hallo gross, denn es war die gleiche Pilgergemeinschaft da, wie am Vorabend. Mit mir hatte man ja nicht gerechnet, denn ich wollte ursprünglich ja woanders übernachtet. Als letzter Eintreffender bekam ich auch das ’schlechteste‘ Bett. Oben im Doppelstockbett.

Nach gemeinsamen Pilgermenue wurde von Leo, dem Italiener, noch etwas zum Besten gegeben. Ich nenne ihn inzwischen den ‚Bocelli des Caminos‘. Am Ende noch eine kleine Diskussion über die nächste Etappe. Leo wollte bis Puente la Reina (da wo der offizielle Pilgerweg nach Santiago beginnt), die anderen nur bis Obamos. Denn tatsächlich treffen in Obamos die beiden Pilgerwege (der Aragones und Weg aus San Jean Pied de Port) aufeinander. Ich habe mich der Diskussion derart entzogen, in dem ich sagte, ich laufe, soweit mich die Füße tragen. Sie trugen mich bis Puente la Reina.

Bitte folge uns auf Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.