Etappe 6 – Sarrance – Borce (22 km / 76,6 km)

Etappe 6 – Sarrance – Borce (22 km / 76,6 km)

Pau, bedeckt, 9°

Sarrance, bewölkt, 13°

Der Tag fing gar nicht gut an. Fast hätte ich mein heutiges Rendezvous verpasst. Das mit der Bahn. die mich von Pau nach Sarrance bringen sollte. Nach dem Start vom Hotel hatte ich bemerkt, dass ich meinen Zahnschutz habe liegen lassen. Also noch mal zurück. Und da die Busse auch nicht passend fuhren, den Weg zum Bahnhof also zu Fuß. Eine Minute vor Abfahrt bin ich dann in den Zug gesprungen – aber ohne Fahrkarte. Die durfte ich mir dann beim Schaffner mit einem Aufschlag von 80 % kaufen.

Beim Start in Sarrance spielte auch das Wetter mit. Angenehme 13° und Sonne schaute durch die Wolken. Auf geht’s – ich war voller Wanderdrang.

Der Weg war gut und zügig begehbar. Bis auf die Stellen, an denen es sehr eng und rutschig wurde. Diese Stellen mehrten sich allerdings rapide. 80 cm breite Pfade – links Bergwand, rechts ging’s 10 m zur Aspe runter, die wild und strudelnd ins Tal rauschte.

In und um Bedous und Accous entfernte man sich von der Aspe und kam durch weite Wiesenflächen, auf denen jede Menge Schafe zuhause waren. In dieser Gegend soll ein guter Schafskäse hergestellt werden.

Beim Start in Sarrance war mir noch nicht ganz klar, wie weit ich heute kommen werde. Ursprünglich geplant war Borce als Etappenziel, aber auf Grund der bisherigen Erfahrung war ich mir da nicht mehr so sicher. Deshalb also erst mal Accous als Etappenziel vorgenommen.

Beim Einlauf in Accous war es erst 14 Uhr und bis Borce nur noch 9 km. Das schaffe ich noch. Zuerst durch hügeliges Wiesengelände wurde es dann noch spannend. Der Weg führte auf die stark befahrene Nationalstrasse mit nur schmalen abgetrennten Spuren. Da war es wirklich nicht angenehm zu laufen. Aber zwischendurch ging es auch flussbegleitend weiter durch Wiesen mit hüfthohem Gras und wabbelig wässrigem Untergrund. Oder wieder auf schmalen Pfaden oberhalb der Aspe, die teilweise von bergseits herabschiessenden Wassermassen gekreuzt wurden. Und immer wieder dann musste man anhalten um zu überlegen, wie man einigermaßen trockenen Fusses drüber kommt.

Letztendlich bin ich aber gesund und zufrieden in Borce angekommen und habe mich nach einem Etappenbier und einer heißen Dusche gesehnt. Beides bekommen und ein Abendessen dazu. Nun liege ich müde im Bett und schreibe diesen Bericht. Der hiermit auch sein Ende findet.

Maison Bergoun, Borce.
am Ende der Dorfstraße das letzte Haus rechts
Tel. 0642694745

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