Statt 500 KM zu Fuß nun 1100 KM mit dem Auto

Statt 500 KM zu Fuß nun 1100 KM mit dem Auto

Was soll man nach so einer Enttäuschung machen?
Wir haben uns 5 Wochen Zeit genommen, um einen Teil des Jakobsweges zu gehen, und dann kommt uns nach 2 Tagen Laufen die Achillessehne von Anne in die Quere.
Nun, wir haben uns für eine Woche einen Mietwagen genommen und sind kreuz und quer durch Südwest-Frankreich gefahren.


Von Pau nach Saint-Jean-de-Luz.
Im Dauerregen. Der Ort soll ein schöner Badeort sein, wovon wir allerdings nicht viel mitbekommen haben.

Weiter nach Arcachon. Hier gibt es seit Jahrhunderten eine große und bekannte Austernzucht. Aber der Ort war überlaufen, so dass wir in einem Nachbarort genächtigt haben. Hier konnten wir im Hafen bei einem kleinen Austernfischer diese frischen Dinger Essen. Dazu Crevetten und Meeresschnecken. War sehr lecker.

Weiter nach Bordeaux. Ein bisschen die Stadt ansehen (soweit das mit einer humpelnden Frau geht) und Rotwein schlürfen. Mouton Cadet vom Gut des Baron Philippe de Rothschild. Ausgesprochen lecker.

Da wir gerade in der Gegend waren, noch ein kleiner Abstecher zum Gut des Barons. Eine Besichtigung war leider nur per Voranmeldung möglich. Und ein Gutsverkauf wird gar nicht angeboten.

Also weiter über kleine Nebenstraßen gen Paris. Die mautpflichtigen Autobahnen haben wir gemieden. In Poitiers genächtigt, nicht schlecht gegessen, um dann am nächsten Tag nach Tours zu fahren.
Von Tours durch das breite Loire Tal dann bis Orleans. Einige Loire-Schlösser aus der Ferne gesehen. Das sind schon monumentale Bauten.

Ihr wisst: Jeanne d’Arc, die Jungfrau von Orleans. Sie hat 1429 Geschichte geschrieben, in dem sie Orleans von der Belagerung der Engländer befreit hat.
Auch heute soll es dort noch Jungfrauen geben. Gesehen habe ich keine.

Der letzte Hopser geht nach Paris. Aber dann für zwei Nächte. Der erste Ausflug ging per Linienbus quer durch Paris. Hatte uns der Portier des Hotels empfohlen. Kann man machen, kann ich aber nicht empfehlen. Diese Busfahrer kennen kein Pardon und rasen wie die Irren durch die vollgestopften Straßen. Wenn sie können.
Sehen tut man von den Sehenswürdigkeiten nicht wirklich etwas.
Zwischendurch mal ausgestiegen, etwas rumgelaufen soweit Annes Fuß mitmachte, und abends dann erschöpft wieder ins Hotel.
Am letzten Tag dann doch noch eine der obligatorischen Stadtrundfahrten gemacht. Und erstmals im Leben einen Kaffee aus einer Starbucks-Filiale genossen. Hat sogar mir geschmeckt.
Noch etwas rumgeschlendert, das berühmte Kaufhaus Lafayette besucht (erinnerte uns an das KADEWE in Berlin) und schon war der (vor)letzte Tag in Paris auch vorbei.
Am anderen Tag frühzeitig losgefahren, um ja rechtzeitig am Gare du Nord zu sein und den Mietwagen abzugeben. Zum Schluss wurde es durch den stehenden Verkehr rund um den Bahnhof zeitlich doch sehr eng und wir freuten uns tierisch, endlich die Einfahrt zur Tiefgarage gefunden hatten. Kenntlich gemacht durch diverse Embleme von Mietwagenfirmen.
Bei Schlüsselabgabe klärte man uns aber auf, dass wir falsch wären. Wir hätten in eine andere Tiefgarage fahren müssen. Aber man war gnädig.
Zum Schluss im Bahnhof dann die Information, dass der Zug über 30 Minuten Verspätung hat. Somit war eine pünktliche Abfahrt als auch alle unsere Anschlusszüge hinfällig.
Aber nun sind wir wieder zu Hause.


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