Etappe 3: Oloron – Sarrance (22,2 KM / 54,6 KM)

Etappe 3: Oloron – Sarrance (22,2 KM / 54,6 KM)

Wetter: bewölkt, 17°

Nach einem petite dejeuner ging es bei gutem Wanderwetter gleich die erste Steigung hinauf zur Eglise Sainte-Croix, von wo man einen schönen Überblick über Oloron hat.

Weiter gemächlich durch die Aussenbezirke bis zu den ersten heftigen Anstiegen auf schmalsten Wanderpfaden. Durch schmale Hecken- und Hohlwege mit mehr und weniger intensivem Auf und Ab gelangtem wir schließlich nach Eysus. Hier sollte es dem gelben Pilgerführer nach eine Trinkwasserstelle und Toilette geben. Auf das letztere freute ich mich mehr. Die Wasserstelle habe ich gefunden, die Toiletten nicht. Also den Hintern zusammenkneifen und weiter geht’s.

Allerdings immer langsamer. Die maledeite Achillessehne bei Anne im linken Fuß machte sich wieder bemerkbar. Auf gerader Strecke ging es einigermaßen, bei den härteren An- und Abstiegen nach dem Motto: 50 Meter gehen – 3 Minuten Pause. So konnte man natürlich keine Strecke machen, geschweige denn die Landschaft genießen.

Nach einem 300 Meter langen Abstieg durch ein steiniges Bachbett war wieder Schluss mit Lustig. In Lurbe-Saint-Christau haben wir am nächsten Haus die Hausherrin nach einer Busverbindung nach Sarrance gefragt. Die gab es nicht, aber einen Bahnhof in der Nähe. Als Anne loshumpeln wollte, wurde von ihr gleich der Ehemann beauftragt, uns zum Bahnhof zu fahren. So nett sind die Franzosen. Allerdings kreuzte kurz vor dem Bahnhof der Zug die Straße. „2 Minuten zu spät“ meinte der Ehemann und Fahrer. Er disponierte um und brachte uns gleich ins 9 KM entfernte Sarrance und ließ uns direkt vor unserer Unterkunft aussteigen. Die Franzosen können also noch viel besser. Hoch lebe die Deutsch-Französische-Freundschaft.

Nach Duschen und Ausruhen ging es dann zum wohlverdienten Abendessen. Und was gab es als Pilgermenue? Confit de Canard. Können die Franzosen nichts anderes?

In der Herberge lernten wir ein deutsches Paar aus Sachsen kennen, die den Jakobsweg von Görlitz aus in Etappen gelaufen sind. Also erfahrene Hasen. Als wir dann auch auf die Achillessehne von Anne zu sprechen kamen, rieten sie uns dringendst, einen Arzt zu konsultieren. Aber wo? Lt. Auskunft des Herbergspersonals gab es keinen verfügbaren Arzt. Alternative? Ja, zurück nach Oloron ins Krankenhaus. Es ist ja Wochenende. Darauf noch ein Glas Rotwein und ab ins Bett.

schwieriger Weg mit angeschlagener Achillessehne
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