Etappe 2: Aubertin- Estialescq (Oloron St. Marie geplant) (21,9 KM / 32,4 KM)

Etappe 2: Aubertin- Estialescq (Oloron St. Marie geplant) (21,9 KM / 32,4 KM)

Wetter: Regen, 11°

In der Nacht fing es an zu regnen. Er weckte mich und ich dachte ‚Oh toll, jetzt können wir unsere Regensachen auf Dichtheit testen‘. Ne ne, ich dachte einfach ‚Mist‘.

Um 7 Uhr hatten wir vereinbart, dass es Frühstück gibt. Es sollte neben unserem Zimmer in der Gemeinschaftsküche serviert werden. Als nach 45 Minuten immer noch nichts da war bin ich runter zu den Vermietern gegangen. Und siehe da, in deren Wohnzimmer war für uns ein tolles Frühstück gedeckt. Das kommt davon wenn man der Sprache nicht so mächtig ist.

Zum Abschied gab es eine Provianttüte mit belegten Baguettes und etwas Obst. Vielen Dank!

Leider hat es nicht aufgehört zu regnen. So mussten wir uns unsere Regenhose und den Kraxenponcho anziehen.

Der nette Vermieter hat uns davon abgeraten, den direkten Weg nach L’acommande zu gehen, da dieser wohl zu aufgeweicht vom Regen ist. So haben wir den 2 km längeren Umweg über Asphalt in kauf genommen.

In L’acommande haben wir eine kleine Pause eingelegt und uns die Kirche angeschaut.

Vom Rechts und Links der Straße hat man wegen des trüben Wetters nicht viel mitbekommen. Grüne Wiesen und braune Äcker waren das einzige, was uns begleitete.

Wir haben uns zur Orientierung immer an der offiziellen Kennzeichnung des Wanderweges GR 653 gehalten, der in den meisten Fällen mit dem Jakobsweg identisch ist: den weissroten Querbalken. Nach L’acommande trafen wir erstmals auch auf die Kennzeichnung mit den gelben Muscheln auf blauem Grund, typisch für den Jakobsweg.

Kurz nach L’acommande ging es nach kurzem Weg durch beackerte Felder direkt bergan in den vorpyrenäischen Wald. Die Wege wurden steiler und schmaler. Gut, dass wir unseren Allradantrieb dabei hatten. Neben unseren beiden Beinen auch noch zwei Trekkingstöcke.

Zuerst war es noch interessant und abenteuerlich, aber als es noch steiler und der Weg geröllhaltiger wurde, ließ die Laune merklich nach.

Was man nicht vergessen sollte: Nach jedem Auf kommt ein Ab, um danach wieder aufwärts zu gehen.

Das dicke Ende ließ nicht lange auf sich warten. Meine liebe Wandergefährtin klagte über Schmerzen. Offenbar eine Überdehnung der Achillessehne. Somit ging es nicht nur langsam weiter, sondern sehr langsam .

In Estialescq ging dann gar nichts mehr. Von einer freundlichen Dame ließen wir uns Taxi rufen, um damit die letzten 9 KM zu unserem Etappenziel zu überbrücken.

Gut für diesen Fall, dass wir die Übernachtung vorgebucht hatten. Denn ein Suchen nach einer Unterkunft wäre nicht möglich gewesen.

So haben wir uns dann einen schönen Abend mit Jean-Luc gemacht. Jean-Luc hat sich vor zwei Jahren ein Haus in Oloron gekauft und selbsttätig begonnen, es zu einer Pension umzubauen.

Die Geschichte hat er uns bei selbst zubereiteter Confit de Canard erzählt. Dazu wurden einige Flaschen Rotwein vertilgt. Wir haben gut geschlafen.

Chambres d’Hotes L’Oustal

38 Place Gambetts

64400 Oloron-Sainte-Marie

Tel. 06 12 59 41 01

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